Kategorienarchiv: Sagen aus dem Heimatkreis

Der Bär von Königsdorf

Eines Tages waren alle Königsdorfer auf dem Gemeindeanger; denn es gab hier etwas ganz Neues zu sehen: einen Bärenführer mit einem Bären, der allerlei Kunststücke machen konnte. Manche mochten vielleicht auch’vor dem plumpen, riesenstarken Tier etwas Angst empfinden, aber es war ja angekettet. Nun traf es sich, daß am nächsten Tage ein Lumpensammler durch Königsdorf …

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Gespensterberg am Kapnisenberg

Am Wege von Groß Windkeim nach Warnikam liegt der Kapniesenberg. Er ist ein Totenberg aus ganz alter Zeit, und alle Bewohner dieser Gegend fürchten ihn, den Weg des Nachts zu gehen oder zu fahren. In der Geisterstunde ist es hier nicht geheuer, dann gehen Gespenster um, und ängstigen die Menschen,wenn sie ihnen nicht gar etwas …

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Der goldene Königssarg

Die Leute, die in der Gegend von Pottlitten wohnen, erzählen aus ganz alter Zeit folgende Sage: Von Nordwesten, von Pillau oder Fischhausen her, kam einmal ein fremdes Schiff und legte an der Haffküste an. Sechs große und starke Männer stiegen aus, und schaften etwas an Land. Dann trugen sie auf ihren Schultern eine schwere Last …

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Der Pillenberg bei Pottlitten

Am Fuße des Pillenberges bei Pottlitten fließt ein Bach vorbei, über den eine Brücke führt. An dieser Brücke ist es in der Nacht, zu mitternächtlicher Stunde, nicht geheuer, da erscheint eine Spukgestalt. Es ist ein Soldat ohne Kopf, der ein Gewehr, mit aufgepflanztem Bajonett, in den Händen hält, und der jeden Wanderer am betreten der …

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Der erschlagene Jude im Rauschnicker Grund

Ein Jude hatte einmal auf dem Pferdemarkt in Heiligenbeil viele Pferde günstig verkauft, und viel Geld dabei verdient. Tausend Taler oder noch mehr lagen in seiner Geldkatze, die er am Leib trug. Als er nun abends nach Hause ging, mußte er durch den Rauschnicker Grund . Hier war es dunkel, die Bäume rauschten, die Eulen schrien, der Wald …

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Der Totenberg von Rejothen

Der Totenberg von Rejothen. Zum Gut Adlig Pohren bei Bladiau gehört ein Vorwerk mit Namen Rejothen. Hier sieht man einen Hügel, dessen Form an ein Grab erinnert. Die Leute nennen ihn den „Totenberg“, weil darauf die Toten aus der Schwedenzeit oder auch aus viel früheren Jahrhunderten beerdigt sein sollen. Diese Toten haben aber noch keine …

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Der Krebsstein in der Jarft

Wenn man von Grünwalde nach Jürkendorf geht, kommt man auf einer Brücke über die Jarft. Früher war die Jarft an dieser Stelle flach, so daß man hindurch gehen, und vor allem hindurch fahren konnte. Solch eine flache Stelle nennt man Furt. An dieser Furt lag früher ein mächtiger Stein, der wurde Krebsstein genannt, denn an …

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Die wilde Jagd in Wolittnick

In den dunklen Nächten, besonders in den „Zwölften“ zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, erlebten die Leute von Wolittnick, früher oftmals etwas Merkwürdiges. Sie hörten es in den Lüften brausen, heulen, stürmen und rauschen, daß jedes Lebewesen bebende Angst befiel. Das war die  wilde Jagd, die da oben einherritt. Man war dann froh, wenn man in …

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Der Ilepol von Schölen

Wenn man an der sandigen Haffküste, bei Schölen entlang wandert, bemerkt man da einen Teich, der seit alters her „dat Ilepol“ heißt. Er soll unergründlich tief sein; mit einem Wiesenbaum, hat man seinen Grund noch nicht ausmessen können. Mitten in diesem Teich liegt wie ein Auge, eine kleine Insel. Nun erzählen die Leute, wo jetzt …

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Wie Natangen zu seinem Namen kam

    Es herrschte einst in grauer Vorzeit der König Widiwuto mit seinem Bruder Bruteno, dem Oberpriester, über das ganze Prußenland. Als dieser König nun alt wurde und seinen Tod nahen fühlte, versammelte er die vornehmsten des Volkes und seine zwölf Söhne unter der heiligen Eiche von Romovo um sich und den Oberpriester und teilte …

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