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Der Bär von Königsdorf

Eines Tages waren alle Königsdorfer auf dem Gemeindeanger; denn es gab hier etwas ganz Neues zu sehen: einen Bärenführer mit einem Bären, der allerlei Kunststücke machen konnte. Manche mochten vielleicht auch’vor dem plumpen, riesenstarken Tier etwas Angst empfinden, aber es war ja angekettet. Nun traf es sich, daß am nächsten Tage ein Lumpensammler durch Königsdorf …

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Bladiauer Kirchenblatt Nr. 3 für den Monat Mai 1940

Monatsspruch: „Alles euer, ihr aber seid Christi, 1. Kor. 3,22 f.“ Das dritte Gebot lautet: „Du sollst den Feiertag heiligen.“ Was ist das?: „Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen“. Einweihung der grünen Altar- und Kanzelbekleidung am 26. Mai. …

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Die Landschaft Bladiau und ihr Gotteshaus

Von Emil Johannes Guttzeit † Unter den ländlichen Kirchspielen Ostpreußens hat Bladiau durch seine Größe und Bedeutung stets eine besondere Stellung eingenommen. Fast fünfzig Ortschaften mit nahezu fünftausend Bewohnern bildeten die Kirchengemeinde Bladiau. Das große Kirchdorf mit dem bemerkenswer­ten Gotteshaus war Jahrhunderte hindurch der politische, religiöse, gei­stige und kulturelle Mittel- und Sammelpunkt der Bladiauer Großge­meinde. …

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Informationen zum Kirchspiel Bladiau

Der Ort wurde 1337 gegründet und feierte 1987 in Burgdorf sein 650jähriges Bestehen. Als Kirchdorf wurde der Ort erstmals 1399 erwähnt. Bladiau gehörte mit den Gemeinden Bolbitten, Fedderau, Gr. Rödersdorf, Grünwiese, Jürkendorf, Kl. Rödersdorf, Königsdorf, Lank, Partheinen, Pottlitten, Quilitten, Schölen, Windkeim und Wolittnick zum flächenmäßig größten Kirchspiel im Kreis Heiligenbeil und zählte 1939 4912 Einwohner. …

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Wolittnick am Haff

Von Louis Passarge Wolittnick war ursprünglich ein Vorwerk der großen Weßlienenschen Rittergüter, bestehend aus fünfzehn Hufen Land, drei Wirtschaftsgebäuden und einem Wohnhause mit Strohdach, das mein Vater etwa Mitte der dreißiger Jahre durch ein Dachpfannendach ersetzte. Als er Wolittnick – eigentlich Wolittnicken, aber die letzte Silbe verlor sich allmählich – 1820 pachtete, gehörten die Weßlienenschen …

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Erinnerungen an Groß Windkeim

Von Helmut Kretschmann   Wir, die Kinder der Eheleute Franz und Helene Kretschmann aus Groß Windkeim, Ruth – geboren 1927 – die Zwillinge Helmut und Rudi – geboren 1933.   Hier war unser Zuhause, der Hort einer sorglosen Kindheit. Unsere Eltern betrieben den Kaufmannsladen in Groß Windkeim und belieferten die umliegenden Güter: Adlig Pohren – Klein …

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Unvergessene Heimat

Von Claus-Christian Korell In Heiligenbeil gab es am Marktplatz das Bekleidungsgeschäft Adolf Doepner. Dieser Adolf Doepner hatte drei Kinder: Luise, Charlotte und Ernst. Luise, geb. 1903, heiratete den Gutsbesitzer Hugo Korell in Lank bei Bladiau. Dort wurde ich 1938 – d. h. in Königsberg – geboren und verbrachte noch einige wunderschöne Kindheitsjahre auf dem großen …

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Erinnerungen an mein Heimatdorf Bladiau

Von der Jahrhundertwende bis zur Vertreibung 1945 Von Willy Wiechert Das Kirch- und Bauerndorf Bladiau ist im 14. Jahrhundert vom Deutschen Ritterorden gegründet worden. Die an dem massigen und trutzigen Kirchturm befestigten schmiedeeisernen Jahreszahlen 1399 1899 waren in einer Zeit angebracht worden, als man die Geschichte Bladiaus noch nicht genauer erforscht hatte. Heute wissen wir, …

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Aus dem Mitteilungsblatt der Kirchengemeinde Bladiau August 1934

Pfarrer Geiger schrieb im Mitteilungsblatt „Die Dorfkirche“ folgenden Bericht:   Vor 20 Jahren Nach dem Bericht in der Kirchenchronik schrieb der damalige Pfarrer Glage 1914: Am ersten Mobilmachungstag (1. August) war die Kirche übervoll, es war ein Sonntag, es fand Beichte und Abendmahl statt, und abends um 7 Uhr ebenfalls für ausziehende Krieger wurde noch …

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Bladiau – Danzig — Bladiau Fluchterlebnisse in Danzig März bis Mai 1945

1944 vor unserem Haus

von Hans Neumann, Bladiau Viel zu spät hatten wir unseren Heimatort Bladiau verlassen. Unser Fluchtweg führte von Bladiau nach Heiligenbeil, dann über das bereits brüchige und vom Wasser überspülte Eis des Frischen Haffs bis Kahlberg auf die Frischen Nehrung, dort dann weiter über diverse Landstraßen durch längst geräumte Ortschaften und endete Anfang März 1945 in …

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